"Der Beauceron"

kurze Beschreibung - eigene Sicht - Rassestandard

 

Der Beauceron ist auch bekannt als "Edelmann der Landstrasse" und unserer Meinung nach ist das die schönste und treffendste Beschreibung dieser Rasse.

Wir werden oft angesprochen, was das für ein Mischling sei (Dobermann/Rottweiler Mix) doch mittlerweile stimmt uns das nicht mehr nachdenktlich.

Denn wenn man sich dann mit den Leuten unterhält und erklärt, daß dies eine eigene Rasse ist und wo Ihr Ursprung liegt, dann kommt immer wieder "ja ich hatte mir schon gedacht, daß es kein Dobermann ist - dafür ist er zu kräftig; aber für einen Rottweiler ist er wiederrum zu groß."

Wir stellen immer wieder fest, wie beeindruckt die Menschen sind, denen wir begegnen, da der Beauceron ein wirklich imposanter Hund und ein absolute Eyecatcher ist.

Kommen dann noch Kinder mit in's Spiel, die unsere Hunde dann auch gerne streicheln dürfen, sind die letzten Zweifel am doch so großen und kräftigen Hund dahin.

 

 

Auszüge aus dem Rassestandard

Der Berger de Beauce soll im Wesen ruhig-mutig sein.

Der Beauceron ist ein Hund von grosser Grösse, solide, rustikal, kräftig, gut gebaut und muskulös, ohne Schwerfälligkeit.

Er tritt sicher und furchtlos auf. Der Ausdruck ist ehrlich, nie böse, ängstlich oder unruhig.

 

doppelte Afterkrallen:

Aus Tradition wollten die Schäfer die doppelte Afterkralle behalten. Die Afterkrallen zeigen gut getrennte Daumen mit Krallen, ziemlich nah am Fuss.

 

Die Herkunft des Beauceron

Es handelt sich hier um eine sehr alte französische Hütehunderasse, deren aktueller Typ das Ergebnis strenger Zuchtauswahl ist, ohne jede Vermischung mit fremdem Rasseblut. In allen Abhandlungen werden dem Berger de Beauce die natürlichen Fähigkeiten zur Hütearbeit bescheinigt.

Die Arbeit, die er ursprünglich erledigte, bestand in der Überwachung der Schafe auf der Weide und im Führen auf der Landstraße. Dabei gestattete ihm seine außergewöhnliche Robustheit, ohne Ermüdungserscheinungen, bis zu 80 km am Tag zurückzulegen.

Zur Zeit wird der Beauceron für die Hütearbeit, für den Schutz des Eigentums, für die Verteidigung, die Fährtenarbeit, in den Diensten der Armee und des Sanitätsbereichs verwendet.

Der heutige Standard erkennt nur die Fellfarben „schwarz und lohfarben“ und „arlequin“ an, diese letzte Fellfarbe ist übrigens immer seltener zu sehen.


Er ist ein mächtiger, sehr aktiver und bei der Arbeit sehr harter Hund, mit einer außergewöhnlichen Ausdauer, mit wacher Intelligenz und einem sehr ausgeprägten Gehorsam. Treu und sehr mit seinem Herrn verbunden, lieb mit den Familienangehörigen, betet er die Kinder an, besonders, wenn er mit ihnen groß wurde. Seine Neigung, Herden zu hüten und zu führen, ist ihm angeboren und wurde auch in der Zucht sorgfältig bewahrt.


Da er vom Charakter her bei Fremden sehr mißtrauisch ist, ist der Beauceron der ideale Hund zum Bewachen von Eigentum. In dieser Funktion wird er immer mehr verwendet. Seine Mächtigkeit und sein harter Blick erzwingen den Respekt. Er ist auch ein wertvoller Schutz- und Polizeihund.

Der Beauceron ist wieder sehr gefragt; obwohl die Geburten im Vergleich zu 1973 um 136% angestiegen sind, muß man doch mehrere Monate warten, um sich einen Hund aus guter Linie beschaffen zu können.
Es wäre schön, wenn diese alte französische Rasse mit zahlreichen und außergewöhnlichen Qualitäten wieder mehr und mehr gebraucht werden würde.

 

- Auszüge aus dem 1. Zuchtbuch des „Club für französische Hirtenhunde e.V.“ 1977-1978
von L. Billet, Präsident des Clubs „Les Amis du Beauceron“ -

 

 

Der Beauceron in Deutschland

Zwingernamen für die Rasse Beauceron wurden erstmals 1979 geschützt; gezüchtet wurde aber erst ab 1986 im CFH.

Der Beauceron erfreut sich immer größerer Beliebtheit bei Hundeliebhabern die einen unbestechlichen, mit Robustheit und großer Ausdauer ausgestatteten Begleiter suchen. Das Schicksal des „Modehundes“ blieb ihm bis jetzt erspart.

Ursprünglich nur seinem Schäfer treu ergeben und unentbehrlich für das Bewachen und Beschützen der Herde vor Angreifern, bewacht und schützt er heute seine Familie und deren Eigentum. Dieser mächtige Hund strahlt Autorität aus und bellt nur, wenn es wirklich notwendig ist. Dann aber mit tiefer kräftiger Stimme. Bei Fremden ist er freundlich und gleichzeitig überaus wachsam. Bei wirklicher Gefahr wird dieser sehr besonnene Hund, der eine hohe Reizschwelle hat, in Sekundenschnelle zum Schutz gegen alles, was seiner Familie gefährlich werden könnte.

Eine enorme Robustheit, Gesundheit und große Unempfindlichkeit gegenüber Schmerzen zeichnen ihn besonders aus. Der Beauceron „arbeitet“ sehr gerne und das sehr hart, was man berücksichtigen muß, wenn dieser Rassehund ins Haus kommen soll. Man muß mit ihm arbeiten! Sein Einsatzgebiet reicht von A (wie Agility) bis Z (wie Zoll), zumindest eine Begleithundeprüfung soll man anstreben. Dann zeigt sich, ob er zum Schutz- oder Fährtenhund geeignet ist. Bei fast allen Beaucerons ist meistens eine gleich gute Veranlagung feststellbar. Konsequent erzogen und artgerecht gehalten, ist ein Beauceron etwas überaus Wertvolles.

Er ist ein Hund, der Ihnen ein Leben lang sein Herz zu Füßen legt.